CHRISTINE STRASZEWSKI

(subversive enlightenment, Konzeptkunst)

 

geboren in Wiesbaden, lebt und arbeitet in Mainz.

Designstudium mit Diplom, Hochschule RheinMain, University of applied sciences

Polaroid Hochschulaward

 

freischaffend seit 1999 als Konzeptkünstlerin

 

Studienreisen nach Europa, Südamerika, USA, Nordafrika und Asien.

 

Seit 2001 zahlreiche Einzel-und Gruppenausstellungen. 

Vertreten in zahlreichen öffentlichen und privaten Kunstsammlungen.

 

Seit 2001 vertreten durch Leander Rubrecht, RUBRECHTCONTEMPORARY

 

"ICH SCHÖPFE AUS DEM KOLLEKTIVEN UNBEWUSSTEN, HIGGS" *Christine Straszewski 2016

 

 

 

Katalogauszug zur Ausstellung "Empty Rooms – Die Beleuchtung des scheinbar Unscheinbaren",

Kurator Leander Rubrecht, NIZZA DES NORDENS Temporäre Kunsthalle Wiesbaden, 2011

von Dr. Roland Held

 

Stairway To Heaven

 

“Wie oben so unten”, findet sich schwarz auf weiß an der Wand, mit dem handschriftlichen Schwung des Graffity-Zeitalters. Dabei ist der Satz 2000 Jahre alt, bekanntestes Axiom unter der sog. Smaragdenen Tafel, eines geheimnisvolldunklen Texts vermutlich aus dem hellenistischen Ägypten,auf den sich Magie, Alchemie und andere hermetische Disziplinen bis heute beziehen. Übertragen auf Christine Straszewskis Installation, könnte er ein zusätzlicher Hinweis sein

darauf, dass es Platten der Deckenverkleidung sind, die die Künstlerin auf den Boden geholt und dort, in Kombination mit ausrangierten Metallschienen, Drahtgestellen, Plastikplanen, Elektro-Apparaturen (genau die Art Schrott, die man in einem aufgegebenen Einkaufsmarkt hätte finden können), zur Vision einer futuristischen Stadtlandschaft verwandelt hat. Komplett mit Verkehrswegen und –knotenpunkten, teils in der Ebene, teils quer durch den Luftraum gespannt.

 

Ein Spiel mit gestalterischen Polaritäten wie Schwer/Leicht, Transparent/Opak, Stabil/Labil. Straszewskis Beitrag operiert, wie sie bestätigt, mit „assoziationswolken“ und gehört zum Erzählerischsten, was EMPTY_ROOMS zu bieten hat. Gemäß ihrer Arte-Povera-Prägung wird aus Kunststoff Kunst-Stoff. Aber ist das nicht just das Prinzip, nach dem die Alchemie funktioniert? Christine Straszewski trägt in die Problematik einer immer dichter bevölkerten, immer stärker technisierten, immer ungerechteren Global-Welt den Glaubenan einen magischen Umsprungpunkt hinein, zu dem künstlerische Kreativität – „ein kräfteringen mit energieverschiebungen“– Wesentliches beizusteuern hat. Vielleicht gar trägt sie in die Immanenz Transzendenz hinein: am oberen Ende der Rolltreppe wartet, als überirdische Licht- und Farberscheinung, auf den ratsuchenden Ausstellungsgast die rettende Arche.

 

© Text by Dr. Roland Held, Darmstadt 2011

IMPRESSIONEN