JOHANNES KRIESCHE

(Malerei, Objekt)

 

1959 in Herzebrock / NRW geboren
1981–87 Studium der Malerei an der FH Bielefeld bei Prof.Inge Höher
1994–95 Studienaufenthalt in Rom
1996 Umzug nach Frankfurt a.M.
lebt und arbeitet in Offenbach und Frankfurt

Auszeichnung:
1. Kunstförderpreis „Offenbacher Löwe 2004“
Worpsweder Kunstpreis, 2017

 

seit 1987 Ausstellungen im In- und Ausland

seit 1997 vertreten durch Leander Rubrecht, RUBRECHTCONTEMPORARY

 

WENN DIE VERNUNFT DIE AUGEN SCHLIEßT

Johannes Kriesche : „Ich habe vor einiger Zeit damit begonnen die Ereignisse der Anschläge in Paris bildnerisch zu bearbeiten, weil sie mich persönlich tief betroffen machten. Es geht hierbei auch um einen Anschlag auf die Kunst und Kultur, auf die Kraft des Lebens und darum wie blind und verblendet Menschen sein können oder werden können. Als ich das Titel-Bild mit dem verletzten jungen Mann auf einer Warschauer Zeitung am Tag nach dem Anschlag sah, gefror mir buchstäblich das Blut in den Adern. Ich musste mich erstmal hinsetzen und luftholen. Es war dabei auch ein tiefreligiöses Gefühl, welches der Fotograf dort eingefangen hatte. Es erinnerte mich an Bilder der Kreuzabnahme… mir lies dies keine Ruhe mehr. Ich musste damit was machen. So wurde aus dem Titelbild das Erstwerk der neuen Reihe." 

 

Die Serie "WENN DIE VERNUNFT DIE AUGEN SCHLIEßT" ist die künstlerische Umsetzung der Fassungslosigkeit, Trauer und Bestürzung, um eine Tat von jungen Menschen auf junge Menschen, die gerade dabei waren Musik zu erleben.

 

© Text by Leander Rubrecht und Johannes Kriesche

IMPRESSIONEN