SEBASTIAN MÖGELIN

(Streetart, Malerei, Objekt)

 

1981 geboren in Berlin

 

2002 - 2008 Student der Universität Potsdam (Kunst/ Mathematik )

2007 Student der Diplommathematik an der Universität Potsdam

 

Lebt und arbeitet in Berlin

 

seit 2010 vertreten durch Tillmann Woeske, Woeske Gallery, Berlin

seit 2017 vertreten durch Leander Rubrecht, RUBRECHTCONTEMPORARY, Wiesbaden

 

 

Und nichts als Scherben …
Glitzer, glitzer, großer Zeile,
rausgerissen und beschissen,
weggeworfen, überschmiert.
Das ist das, was interessiert.

Mögelin: Alles was heute in der aktuellen Kunstszene so passiert ist eine wunderbare Spielwiese, die es lohnt, eingefangen zu werden. Ich habe nach einer Idee gesucht, meine Malerei zu überwinden. Spätestens wenn du deine Malerei beschissen findest, stellst du dir Fragen. Diese Fragen gehen in einem zähen Kaugummifluss über in eine Idee.
Ganz auf den Malprozess verzichten, schaffe ich nicht – das raubt meiner Arbeit die Seele. Deshalb verwende ich aus der Malerei Versatzstücke, welche schließlich die Komposition stützen, verstärken oder diese völlig auseinanderbricht.


Reine Malerei überlasse ich nun erstmal den Malern. Mal schauen, ob ich nächstes Jahr nicht sage: Reis den Mist von der Wand, das kann sich doch keiner anschauen!
Am Ende ist es die Befriedigung, die das Bild beendet. Sind alle Akteure an der richtigen Stelle? Funktioniert die Aussage zu evozierten Emotion? Was soll im Licht und was bei Lichtwechseln erscheinen?


Wenn das Bild und die Aussage aus meinen Kopf schließlich auf der Fläche stehen, ist es mir am Ende auch wurscht, wie das Bild entstanden ist.

(Mögelin zu seinem langjährigen Freund und Berliner Manager, Galeristen und Kunsthändler Till Woeske: Sag mal, kennst du nicht irgendjemanden, der Bock hat den Mist, den ich im Kopf hab herzustellen? Das würde mir ´ne Menge Arbeit, Zeit und Nerven sparen…)

Aussagen hämmern auf die Leinwand wie ein stechender Kopfschmerz nach einer durchzechten Nacht. Immer wieder widmet sich Mögelin dem Sujet der zwischenmenschlichen Beziehungen. Zerbrechlich ist die Welt schon längst nicht mehr. Sie liegt in einem großen Scherbenhaufen vor Mögelins Akteuren im Bild. Dieser Zustand wird stets mit einem Hauch Berliner Großschnäuzigkeit gepaart und neu hinterfragt.

IMPRESSIONEN