Lena Krashevka, ISOLATION#6 & Stefan Faas, Anthropomir TESTA XX-VII
Lena Krashevka, ISOLATION#6 & Stefan Faas, Anthropomir TESTA XX-VII

LENA KRASHEVKA & STEFAN FAAS - REFLEXIONEN

18.09. – 12.11.2021

 

KURZINFO ZUR AUSSTELLUNG

Der Begriff Reflexion ist uns im allgemeinen Sprachgebrauch mehr als geläufig. Trotz seiner vielfältigen kontextuellen Anwendung wird er zumeist mit dem Konzept der Spiegelung assoziiert. Doch verbirgt sich hinter einer Reflexion vielleicht mehr als eine bloße Wiedergabe der Menschen und ihrer Umgebung? Die Ausstellung von Lena Krashevka und Stefan Faas geht dieser Frage nach, indem sie auf die Interaktion zwischen Werk und Betrachter aufmerksam macht. Die abstrakte Natur von Reflexionen wird durch die Werke Krashevkas und Faas sowohl buchstäblich als auch figurativ greifbar.

 

 

FILME

Impression zur Ausstellungseröffnung

Lena Krashevka + Stefan Faas

Filmdokumentation

Lena Krashevka + Stefan Faas


Reflexionen. Die Verbindung von Lena Krashevka und Stefan Faas

 

Trotz der abstrakten Natur, welche dem Phänomen der Reflexion innewohnt, ist uns dieser Begriff auch im alltäglichen Sprachgebrauch mehr als geläufig. Sowohl im optischen als auch kognitiven Kontext wird die Reflexion zumeist als Instanz zwischen einem Ist-Zustand und einem Betrachter verstanden, als Instrument der Wiedergabe und Spiegelung. Doch wird diese Zuschreibung einer bloßen Mediatorfunktion dem Begriff in seiner Essenz wirklich vollends gerecht? Die Ausstellung „Reflexionen“ von Lena Krashevka und Stefan Faas setzt genau an diesem Punkt an, indem sie die begriffliche Multidimensionalität auf einer Metaebene exploriert und zugleich erfahrbar macht. Anlehnend an die Metakunst, erfolgt also eine konzeptuelle Auseinandersetzung mit der Reflexion per se. Hierbei steht insbesondere eine Interaktionskomponente im Vordergrund, welche als direkte Konsequenz der Spiegelung eines Zustandes betrachtet werden kann. Das kuratierte Zusammenspiel der Werke Krashevkas und Faas beleuchtet diesen Aspekt sowohl auf intra- als auch interpersonaler Ebene. Zweifellos stehen Menschen sich und ihrer Umgebung in einer Reflexion gegenüber. Und obwohl jeder Spiegelung eine Interaktion mit dem augenblicklichen Status-Quo inhärent scheint, so mündet dies in der entscheidenden Frage: Wann sehen wir uns selbst auch wenn uns eine andere Person gegenübersteht?

 

Stefan Faas (*1963) ließ sich von 1980 bis 1982 zum Kunstschlosser und Kunstschmied ausbilden, legte 1986 seine Meisterprüfung ab und absolvierte daran anschließend von 1987 bis 1991 ein Studium an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim. Als Bildhauer befasst sich Faas mit der künstlerischen Gestaltung von Stahl durch schmiedetechnische Verformung. Die hochpolierten Oberflächen seiner Skulpturen lassen den Betrachter und seine Umgebung Teil des Werkes werden. Über die optische Dimension hinausgehend, involviert Faas den Betrachter in eine Reflexion über das eigene Ich und das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft.

 

Lena Krashevka (*1988) absolvierte von 2008 bis 2014 ihr Kunststudium an der Weißrussischen Staatlichen Kunstakademie. In ihren emotional geladenen Gemälden reflektiert Krashevka sowohl die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung des Menschen und der Subjektivität des Gegenübers als auch das Entfremdungsgefühl des Individuums. Ohne die Projizierung eigener Vorstellungen scheint die vollkommene Wahrnehmung der Protagonistinnen ihrer Werke nicht möglich, sodass ihnen zunehmend ihre Subjektivität abgesprochen wird und sie lediglich zu einer Reflexion des eigenen Zustandes werden.

 



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