VORSCHAU

STEFAN STICHLER  |  17 MRZ – 01 JUN 2018 | coming soon: Anmeldung zum Opening / Gästeliste

SABINE KÜRZEL | 30. JUN – 31. AUG 2018


AKTUELL

DAS NEUE ROSA

SEBASTIAN  MÖGELIN  |  2 DEZ 2017 – 23 FEB 2018

 

Opening am Freitag, 01. Dezember 2017

um 20 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)

Begrüßung: Leander Rubrecht und Tillmann Woeske

Einführung: Helmut Nehrbass, Stadtrat der Landeshauptstadt Wiesbaden

Der Künstler Sebastian Mögelin wird anwesend sein.

Music: Le Kaiser + Unknown Pleasure – elektrisch an der VinylBar.

Drinks: Sekt und Wein vom Weingut Bernhard Stenner + frisch gemixte Cocktails von Drinkconcept

 

 

The story behind:

 

23 Uhr. Als ich die Auffahrt zur Tanke nehme, ist fast alles wie früher.
 
Schichtbeginn.
 
Früh-, Spät- und Nachtschichttakt im Dauerbetrieb. LED Fluter der Neuzeit haben die beißenden Neonlichter, die früher das Tankfeld in der Nacht zum Tag gemacht hatten, ersetzt.
Ick hab alles durch. 10 Jahre Spriterfahrung machen die Taschen voll für Situationen, für wesentliche Unwichtigkeiten eines penetranten möchtejern Vorgesetztenarschs, Preise für Butter und Schnaps und nebenher der Blick auf das ganze Abbild der Gesellschaft.
 
Flo hat heute Schicht. Wir begrüßen uns wie früher.
„Groß, Zucker, Milch?“ fragt er. „Oder woll´n wa gleich mit Bier beginnen?“
Ich nehme Kaffee und gleichzeitig Platz auf den hoch-glanzpolierten, kunstlederbezogenen Trend-Kaffee-Haus-Hockern Marke „kacke unbequem“.
 
1999 roch es hier noch nach Quarzqualm. Neben der Brötchentheke verzockten die künftigen Großgeldgewinner am Daddelgeldautomaten ihr Trinkgeld oder ihre Harzauszahlung. Die Kippe schräg im Mund, manchmal Pils, manchmal Korn am Anschlag.
 
Ick hab allet aufjesaugt – die Sehnsüchte, Ängste, Träume aller derjenigen, die bereit waren, ein kleines Stück meiner Schicht mit mir zu teilen und mit ihrem Leben zu füllen.
Nu sitze ich auf der anderen Seite der Theke und haue mir erneut Nächte um die Ohren, stets auf der Suche nach neuen Geschichten.
 
Die Tapete ist neu, aber die Geschichten, die mir die Leute erzählen, sind noch immer nicht rosa.
 
Grau bis in die letzte Ritze, so dass du, wenn de dann im Atelier stehst, manchmal vor Lähmung nicht weißt, ob du den ganzen gehörten Dreck in die Tonne, aufs Papier oder auf die Leinwand schmeißt.
 
Sicher ist nur das Eine.
 
Jede Story verdient einen Platz, das ist mein Versprechen an Euch, - an dich: Torsten, Jan, Kaya, Susi, Tina, Peter, Svenja, Rita …!
Ihr habt euch geöffnet. Ick mach Platz und geb´ euch meine Bühne!
Fiktion und Realität liegen dicht beisammen.
Vage du aber nicht zu zweifeln!
Dit überlass mal schön mir.
 
Und Ihr, ihr verseuchten Fotoshopmodels meiner Bilder:
Sorry, aber ihr seid nunmehr bloße Statisten für das wahre Leben. Den ganzen Dreck und Scheiß, für den Normalo jeden Morgen, am Nachmittag, Abend oder in der Nacht auf der Matte steht und euch am Ende den Arsch pudert. Jetzt habt ihr zurückzugeben! Also: Stillgehalten, ausgehalten und positioniert.
Schluss mit Gefälligkeit, Nettigkeit, Schönheit und dem ganzen Mist.
 
Denn Grau ist das neue Rosa!
Sebastian, Tankstelle in Berlin-Hellersdorf,
11. September 2017
Anmeldung zu einer persönlichen Führung.

Abb.: Sebastian Mögelin - Selbstbildnis, 2017, Photo: Matthias Kolb

PR 20 Jahre Leander Rubrecht und die Kunst, von Marc Peschke, Sensor, Wiesbaden, 25.11.17
PR 20 Jahre Leander Rubrecht und die Kunst, von Marc Peschke, Sensor, Wiesbaden, 25.11.17

NUNC | KATJA THEINKOM

23 SEP – 10 NOV 2017

 

Eröffnet am Fr, 22.09.17  mit einem Prolog zur Entstehung des Werkes – vorgetragen durch Herrn Marc Mandrysch.

 

Kooperationspartner der Ausstellung:

Porta Vagnu – Weine und mehr

Weingut Bernhard Stenner

 

Katja Theinkom hat von 1989 bis 1995 Bildhauerei bei Prof. Ansgar Nierhoff an der Johannes- Gutenberg Universität Mainz studiert. Ihre Arbeiten sind in verschiedenen Sammlungen vertreten, im öffentlichen Raum ist besonders „ordinatio I“ am Finanzamt Kaiserslautern hervorzuheben.

 

Ausgangspunkt in nunc ist Familie Büllenbrock

Theinkom hat bereits als Kind Kontakt zu diesen Wesen aufgenommen, zunächst ohne Kenntnis von deren Existenz, aber in der Hoffnung um weitere Geschöpfe im Universum. Merkwürdige Begebenheiten, Eindrücke, eigene Phantasien und Sehnsüchte deutete sie als Beweis für das Vorhandensein weiterer Intelligenz in fernen Welten und hielt ihre Wahrnehmungen in Tagebüchern fest.

 

Eines Tages wird Theinkom beim Betreten ihres Atelierraumes von einem ungewöhnlichen und zeitgleich so sehr herbeigesehnten Anblick überrascht: schwebend, umgeben von einem zarten Lichtschimmer, wird sie von bizarren Wesen empfangen.
Auch Familie Büllenbrock hat tagebuchähnliche Aufzeichnungen mitgebracht.

Seelenverwandte sind greifbar, ein bewegender Austausch beginnt.

Die Sehnsucht wird im Moment der größten Verzweiflung erfüllt, wird Realität. Bedeutet dies Wahrheit?

In nunc empfängt Sie Familie Büllenbrock persönlich und gibt Ihnen Einblicke in verschiedene Sektoren wie Seelenlandschaften und einen experimentellen Bereich. Von einem Steg aus dürfen Sie die facettenreiche Welt dieser außergewöhnlichen Wesen betrachten.

Sich einlassen. Auf den Moment, den Augenblick, die Gegenwart. Oberflächen durchdringen.


Lassen Sie sich von Familie Büllenbrock und Ihren eigenen Phantasien und Sehnsüchten tragen und das Jetzt und Hier erfahren.

Auch hier unter Facebook.

 

Weiterführendes über die Künstlerin


LÖSUNG – DIRK BAUMANNS

15 JUL – 08 SEP 2017

 

Eröffnet am Freitag, 14. Juli 2017

Laudatio: Leander Rubrecht und Helmut Nehrbass, Stadtrat der Landeshauptstadt Wiesbaden

Catering mit erlesenen Weinen und kulinarisches Fingerfood: Porta Vagnu.

 

ZUR AUSSTELLUNG

 

Dirk Baumanns ist ein Performance-Künstler und Maler aus Frankfurt. Baumanns studierte von 2003–2012 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach Malerei bei Prof. Adam Jankowski und Performance bei Prof. Mariola Brillowska. 2009 erhielt er u.a. ein Stipendium der Johannes-Mosbach-Stiftung. Seit 2011 ist er Mitglied und Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Segel“.

 

Seit 10 Jahren mit über 30 Performances und ebenso vielen Ausstellungen, ist Baumanns regional und international (Frankreich, Italien, Indien, Kroatien, Bosnien, Mazedonien, Schweiz, Österreich), als Künstler in Kunstvereinen, Galerien und auf Festivals aktiv.

 

In der Malerei handeln seine aktuellen Sujets von dem Spannungsfeld zwischen abstrakter und figürlicher Malerei. Die wechselseitige, experimentelle Beziehung zwischen Performance und Malerei dient dabei als Inspiration. In einem konstanten Forscherdrang entwickelt Baumanns eine umfangreiche, farbenprächtige und innovative Bildwelt. Dabei lässt Baumanns nicht nur durch die Wahl der Farben, sondern auch durch den verausgabend körperbetonten Umgang eine besondere Energie augenscheinlich werden.

 

Baumanns liebt das Spiel mit der Farbe: Als Performance-Künstler vergießt er sie und badet – aus einem ihm unerklärlichen, inneren Antrieb heraus – in Farbe. In der Malerei behandelt er die Farbe ähnlich performativ, indem er den Akt des Malens in den Mittelpunkt stellt: er wirft und spritzt Farbe auf die Leinwand, zerkratzt sie mit Nägeln und Stöcken. Bereits getrocknete Farbe presst er wieder, quetscht und knetet sie. Baumanns führt eine Art Tanz auf der Leinwand auf, um zum gewünschten malerischen Ergebnis zu kommen. Seine aktuellen Arbeiten basieren auf der Verwendung von Folien, mit denen er Unschärfe sowie eine gesteigerte Schärfe und Brillanz erhält. Eine Spiegelung der Welt, in der alles aufgelöst erscheint. Landschaften und Portraits in denen unklar ist, ob der Betrachter dort einen Horizont oder hier eine Person hineininterpretiert oder ob es sich tatsächlich um eine reale Situation in abstrahierter Form handelt. Der Titel Lösung soll in diesem Zusammenhang zum Nachdenken anregen und eine Mehrdeutigkeit der Interpretation zulassen/ermöglichen. Findet der Betrachter für sich einen ironischen Bezug oder eine fundamentale Wahrheit? Rufen die Werken bei dem einen eher Gefühle von Endzeitstimmung hervor, bei dem anderen eher Evokationen von Lebensbeginn?

 

Die Galerie RUBRECHTCONTEMPORARY in Wiesbaden zeigt hierzu frisch aus dem Atelier kommende Leinwandarbeiten und präsentiert die erste Serie seiner kraftvollen Performance-Fotografien als Unikat.

 

PRESSE:

Artikel in der Allgemeinen Zeitung und Wiesbadener Kurier

"Performance-Künstler und Maler Dirk Baumanns stellt in Galerie Rubrechtcontemporary aus"

vom 10.07.2017:


PINOCCHIO IST EIN ALIEN | CHRISTINE STRASZEWSKI

06 MAI – 30 JUNI 2017

 

 

Zur Ausstellung:

(Cloud) DIE WOLKE: BEWUSSTSEIN; MATERIE; ANTIMATERIE; PINOCCHIO; REFLEXION; SPIELZEUG; LEBENSFUNKE; MENSCH; MANPOWER; MASCHINE; KUNST; LEBEN; PLASTIK; KUNSTSTOFF; SNOB; HUMAN RESOURCES; HOMO LUDENS; ENERGIE; TEILCHEN; TOBSUCHTSANFALL; PLAYGROUND; TAGESORDNUNG; DJINN; GENMANIPULATION; SIGNATUR; FÖRDERUNG; HEIKEL; DARWIN; DASEINSFORMEN; ENTWICKLUNG; INSTALLATION; ROADMOVIE; MASCHINENGEIST; METROPOLIS; NATUR; EINGRIFF; ENLIGHTENMENT; E.T.; FORMUNG; WACHSTUM; ERFAHRUNG; MAINSTREAM; PUBLIZISMUS; BIG DATA; UNKONVENTIONEN; BELLETRISTIK; PARVENUE; INSTALLATION; CONTACT; SUBVERSIV; DRESSIERT; DISKURS; DIFFERENZIERT; INTERESSIERT***CONTEMPER, CONTEMPER IN DEN WALD HINEIN***CHRISTINE STRASZEWSKI

 

Die Ausstellung wurde durch Leander Rubrecht und Sarah Schoderer in Form eines annähernden Dialog-Gesprächs eröffnet.

 

 

 

 

Abb.: ALIENSEPPL 2016, Acryl auf Leinwand, ca. 270 x 140 cm


DRITTER PERFORMANCE DAY 2017

Sonntag, 23 April 2017

 

DIE KURATOREN JUAN XU UND LEANDER RUBRECHT PRÄSENTIEREN:

IIIPERFORMANCEDAY 2017
CONNECTING

CONNECTING ENERGIE BÜNDELN.
EIN STATEMENT VON MACHERN – FÜR EIN FORTSCHRITTLICHES EUROPA ... UND DARÜBER HINAUS.

ART_PERFORMER 2017: DIRK BAUMANNS, BRANDSTIFTER, QIAN LILI / LIU XUE, SILVIA MARIA PHILIPP,

SILVIA SAUER, CHRISTINE STRASZEWSKI, RICHARD WILLIAMS, DUAN YINGMEI

 

Ein Projekt von I O Cultural Network e.V. und KAISERandCREAM.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt-RheinMain,

RubrechtContemporary, Drinkconcept und deStalter.

 

 

 

Weitere Informationen zum PROGRAMM, Filme und Impressionen


BLAU IST KEIN FREISCHWIMMER | Xue Liu

25 FEBRUAR – 23 APRIL 2017

 

ZUR AUSSTELLUNG

Die Ausstellung setzt zwei Werksphasen des Künstlers Xue Liu zueinander – „Blau“ und die Serie „Schwimmer“. Hierzu möchte die Galerie mit Ihnen in den Diskurs treten zu Fragen wie: „Ist etwas faktisch Blaues tatsächlich alternativlos?“ Oder gibt es – frei nach Kellyanne Conways „alternative facts“ – mehrere faktische Alternativen? Doch bedürfen Fakten nicht eines einheitlichen Nenners – sei es ein physikalisches Gesetz oder einfach nur ein ähnlich intellektuelles Leistungsvermögen? Kann ein Freischwimmer überhaupt existieren oder ist er nur eine positive Sichtweise eines Negativs? Fühlen wir uns wohl, wenn alles so ist, wie es faktisch scheint?

 

Der Diskurs ist eröffnet.

 

ZUM KÜNSTLER

XUE LIU ist geboren 1981 in Chong Qing, China

2000-2004 Malerei an der Sichuan Kunstakademie in China

2006-2011 Bühnen- und Kostümbild bei Prof. Rosalie an der HfG Offenbach am Main

2007-2010 Freie Malerei an der Hochschule für bildende Künste, Städelschule in Frankfurt am Main mit Abschluss als Meisterschüler von Christa Näher. Seit 2014 Dozent an der Sichuan Kunstakademie in China

 

Abb.: Xue Liu, blau5 aus der Serie Blau, Acryl auf Leinwand, 200x150cm, 2012

Ausstellungsansicht BLAU IST KEIN FREISCHWIMMER – XUE LIU, RUBRECHTCONTEMPORARY
Ausstellungsansicht BLAU IST KEIN FREISCHWIMMER – XUE LIU, RUBRECHTCONTEMPORARY

WENN DIE VERNUNFT DIE AUGEN SCHLIEßT | Johannes Kriesche 

24.11.2016 – 27.01.2017

 

(Enkaustik und Lichtinstallationen)

 

Eröffnet durch Leander Rubrecht, Stadtrat Helmut Nehrbaß und Dr. Carsten Siebert vom Kunstraum der J.W. Goethe-Universität, Frankfurt am Main.

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O-Ton Johannes Kriesche: 

„Ich habe vor einiger Zeit damit begonnen, die Ereignisse der Anschläge in Paris bildnerisch zu bearbeiten, weil sie mich persönlich tief betroffen machten. Es geht hierbei auch um einen Anschlag auf die Kunst und Kultur, auf die Kraft des Lebens und darum, wie blind und verblendet Menschen sein können oder werden können.

 

Die Reihe heißt: „Wenn die Vernunft die Augen schließt“.

Als ich das Titelbild mit dem verletzten jungen Mann auf einer Warschauer Zeitung am Tag nach dem Anschlag sah, gefror mir buchstäblich das Blut in den Adern. Ich musste mich erstmal hinsetzen und luftholen. Es war dabei auch ein tief religiöses Gefühl, welches der Fotograf dort eingefangen hatte. Es erinnerte mich an Bilder der Kreuzabnahme … Mir ließ dies keine Ruhe mehr. Ich musste damit etwas machen. Und so wurde aus dem Titelbild das erste Werk der oben genannten Reihe.“

 

Die Ausstellung in der Galerie RUBRECHTCONTEMPORARY befasst sich mit der künstlerischen Umsetzung von Fassungslosigkeit, Trauer und Bestürzung über eine Tat von jungen Menschen an jungen Menschen, die gerade

dabei waren Musik zu erleben.

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Abb.: "Unterm Kreuz", 120 x 100 cm, Öl und Glaskugeln auf Leinwand, 2016



ZENIT | Jordan K. Artmaster, Andreas Weingärtner und DeePee

15.10. – 11.11.2016

 

Gezeigt werden Objekt, Plastik und Performances.

 

OPENING ZENIT, 10/16

KUNSTHAPPENING 1 ZENIT, 10/2017

KUNSTHAPPENING 2 DER NEUNTE NOVEMBER, 11/2016

 

ZENIT – Kopfexplosion des Kapitalisten. Ein Bericht von FEINRIPP MAGAZINE

 

RadioX, Günther Michels, November 2016, Interviews:

1. Mit Leander Rubrecht im Rahmen der Ausstellung ZENIT.

2. Mit Andreas Weingärtner im Rahmen der Ausstellung ZENIT.

3. Jordan K. Artmaster  im Rahmen der Ausstellung ZENIT.

4. Mit DeePee im Rahmen der Ausstellung ZENIT.

 

 

Förderer des Ausstellungsprojekts:

 

Boesner

Hifi-Profi

Obscure Music

Zündwerk

 

Medienpartner:

Radio x

Feinripp

 


NACHRICHTEN AUS DEM ALL_GÄU | Udo W. Gottfried

11.09. – 30.09.2016 

 

Im Rahmen der Ausstellung werden zudem vier Arbeiten der Fotografin Monika Houck gezeigt. Houck wurde im August 2016 eingeladen, Udo W. Gottfried im Allgäu fotografisch zu begleiten. Hierbei entstand die ausdrucksstarke All_Gäu Serie, welche in einer geringen Auflage Bestandteil der ausgestellten Gesamt-Installation wurde.

 

Das Werk von Udo W. Gottfried:

 

Das beherrschende Element im Werk von Udo W. Gottfried ist die menschliche Figur.

Das ist seine Botschaft, sonst nichts. Das klingt wenig, ist aber viel, ja ist alles. Denn die menschliche Figur, das ist das Grundprinzip unseres seins. Die menschliche Figur ist Gottfried selbst, ist aber auch Sie, ich und du, wir. Die menschliche Figur sind wir alle.

 

Dem Künstler geht es nicht um analytische oder kritische Forderungen, sondern um die reine Lust an den Bildern. In Gottfrieds Tiegel werden private und mythische Bilder verschmolzen, persönliche Zeichen, gebunden an die individuelle Geschichte, und allgemeine Zeichen, gebunden an die Geschichte der Kunst und der Kultur. Dahinter steckt Kreativität und Schöpferkraft, dass den Impulsen seines Begehrens und seiner Lust folgt.

 

Seine Kunst erlaubt ihm Bilder aus unterschiedlichsten, inneren und äußeren Quellen zu beziehen und zu bearbeiten; sie eröffnen wieder die lange verpönte Lust am Schöpfertum, an der Intensität des Schaffensrausches und an den spontanen oder momentanen Erfindungen und Eingebungen.

Der Künstler ist ein Multiinstrumentalist. Er reduziert sich nicht auf ein Medium, sondern er bespielt sie alle: Malerei, Skulptur, Grafik, Keramik, Installation und die neuen Medien.

 

Durch all diese Gattungen mäandert sich die menschliche Figur. Selbst dort, wo die menschliche Figur nicht zu sehen ist, ist sie dennoch vorhanden, wird sie imaginiert.

Ausgangspunkte sind zumeist formale Aspekte. Das bedeutet, dass der Künstler sich zuerst mit dem Wie und erst anschließend sich mit dem Was beschäftigt. Deshalb von Bedeutung, weil sowohl die Wahl des Materials als dessen anschließende Bespielung erst die Form ausmacht. Charakteristisch ist eine durchgängige „traumwandlerische“ Leichtigkeit. Nichts wirkt schwer oder bedrückend. Dies ermöglicht seinen Figuren eine wunderbare Nähe zu entwickeln.

 

Holz ist in diesem Kontext von großer Bedeutung. Bei den Holzskulpturen dominiert der grobe Schnitt. Tief graben sich die Kerben in die Figuren ein. Der Linienverlauf hat etwas „roughes“, raues, aus dem sich die Gesichtszüge herausschälen. Das ganze hat schon eine stark expressive Haltung. Versuchen sie doch einmal mit der Kettensäge aus einem Holzblock weibliche Figuren zu formen. Deshalb haben wir es bei den Holzskulpturen mit männlichen Figuren zu tun. Der formale Aspekt bestimmt also den Inhalt. Dennoch finden Sie genügend weibliche Wesen im Werk von Gottfried, allerdings in anderen Medien. Allein über sein Verhältnis zur Fläche, über das Spiel mit Figur und Grund könnten wir einen halben Vormittag reden, überlassen das aber lieber zukünftigen Besprechungen.

 

(Dr. Peter Forster, Museum Wiesbaden, 2013)

 

Weitere Informationen und Impressionen zu  NACHRICHTEN AUS DEM ALL_GÄU | Udo W. Gottfried  auch unter Facebook.

  


SOMMERPAUSE 01.08. – 01.09.2016  


N A T U R E  

05.06. – 29.07.2016

 

Natur als Bildthema ist längst fragwürdig geworden im Sinne von „notwendig zu hinterfragen“. Die Verlässlichkeit der Schöpfung als gottgleich überdauernd und übermächtig hat im Zeitalter menschenverschuldeter Umweltzerstörung und Klimakatastrophe einerseits, Organtransplantation und Manipulation des Erbguts bis zur absehbaren Züchtung von Hybrid-Kreaturen andererseits ihre haltstiftende Funktion eingebüßt. Was alles als – äußere wie innere – Natur geführt wird, ruft nach komplexeren als lediglich treu abbildenden Darstellungsweisen. Der Künstler kommt nicht mehr umhin, den Versuch der Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden Kräften und Zusammenhängen zu wagen, so konträr diese immer sein mögen. In dieses Spannungsfeld begibt sich die Ausstellung „nature“ mit exemplarischen Positionen anhand der Malerei von Eberhard Stolz, Manfred Maria Rubrecht und Renate Kletzka. *Dr. Roland Held, Kunstkritiker

 

Den vertretenen Künstler Manfred Maria Rubrecht finden Sie auf RUBRECHTCONTEMPORARY hier.

Weitere Informationen und Impressionen zu  N A T U R E  auch unter Facebook.

 


II PERFORMANCE DAY 2016

Sonntag, 24 April 2016

 

ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG HIGGSTEDDY – SILJA YVETTE / CHRISTINE STRASZWESKI

 

KAISERandCREAM in Zusammenarbeit mit I O CULTURAL NETWORK E. V.

KURATOREN: JUAN XU / LEANDER RUBRECHT

 

II PERFORMANCE DAY 2016

100 Jahre Dada treffen mit Fluxus, Merzkunst usw. zusammen und bilden den idealen Nährboden für "HIGGS" das Teilchen, welches im Namen der geplanten Ausstellung HIGGSTEDDY vorkommt. Eingeladen sind internationale Künstler aus dem Rhein/MainGebiet. Ben Patterson hatte für dieses Jahr ebenfalls wieder zugesagt.

 

 

ARTISTS

 

Christine Straszewski

Higgs-Gedicht

Mitwirkende: Christine Straszewski /Gerrit von Velsen /Ben Patterson /Brandstifter

/Silja Yvette /Juan Xu

 

Silvia Maria Philipp 

Weg der Umspannwerke

 

Ben Patterson & Brandstifter 

BP&BS (Stille Nacht – Heilige Nacht)

 

Richard Williams und Mitwirkende

The words seem so futile so feeble“

 

Dirk Baumanns 

Deep-Six Refugees

 

Snežana Golubović & Seweryn Żelazny 

Love/Hate

 

Qian Lili (Liu Xue) 

inertial resistance practice《惯抗联系》 

 

Richard Williams und Mitwirkende

Fun snaps

 

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Trailer und Film zum II PERFORMANCE DAY 2016 produziert von SAM MANTIA:

 



HIGGSTEDDY | SILJA YVETTE UND CHRISTINE STRASZEWSKI

01.04. – 24.04.2016

 

Eröffnet durch die Kuratoren Leander Rubrecht und Juan Xu, eingeführt durch Charlotte Lindenberg M.A.

Im Rahmen von der Ausstellung HIGGSTEDDY fand der II PERFORMANCE DAY am 24.04.2016 statt.

 

HIGGSTEDDY. Christine Straszewski beleuchtet aus einer archaischen Haltung heraus Kunstmarkt und Zeitgeschehen. Silja Yvette wendet ihren Blick auf das Universelle im Alltäglichen. Großformatige Malerei und Fotografie prallen aufeinander und finden sich installativ. Teilchen gewinnen an Masse. Und klar wird, beiden gemein ist ein feiner Humor und die Überwindung jeden Genres.

 

 

Einführungstext von Charlotte Lindenberg M.A., Kunsthistorikerin:

 

Im Zusammenhang mit dem Titel möchte ich das dieser Ausstellung zugrundeliegende Konzept ansatzweise erläutern. Eine ausführliche Darstellung findet im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung am 16. April statt. Der letzte Teil meines Texts widmet sich der  grundsätzlichsten der Grundsatzfragen: „Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?“

 

CS und SY wählten ihre Arbeiten in Hinblick auf Korrespondenzen aus, die von Ihnen nachvollzogen werden können, aber nicht müssen. Die Paarbildungen haben ihre Gründe, können aber auch Ihre haben. So schärft die Aussicht auf das Erkennen von Zusammenhängen Ihre Aufmerksamkeit und bewirkt somit einen Effekt, auf den ich am Schluss zurückkomme. 

 

Zum Titel Mit massenhafter Verbreitung zunächst elektrischer, dann elektronischer, schließlich digitaler Geräte tat sich eine Schere auf zwischen Tun und Wissen. Immer häufiger bedienen wir ....

 

Die vertretene Künstlerin CHRISTINE STRASZEWSKI finden Sie auf RUBRECHTCONTEMPORARY hier.

Weitere Informationen und Impressionen zu HIGGSTEDDY auch unter Facebook.

 


AS I BECOME INVISIBLE  | STEFAN STICHLER 

30.10. – 08.01.2016

 

Ein Zitat aus Jem Cohen’s Film „Lost Book Found“ lautet: „As i became invisible for the people on the street,    i was able to see things that has been invisible to me before.“

 

Stichler`s Gemälden liegen Filmstills aus „Lost Book Found“ zugrunde, dessen Inhalte sich in seiner Arbeit wiederfinden und ergänzen. In der poetische Darstellung des täglichen Gewühls, der Menschen und den vermeintlich alltäglichen Verrichtungen in den Straßen einer Großstadt, entdeckt Stichler Parallelen und Überschneidungen zu seinen Arbeiten, die er in einer für ihn bisher neuen Art und Weise entstehen lässt.

 

Zunächst folgen Zeichnungen und Linoldrucke, um sich den ausgesuchten Augenblicken bzw. Motiven anzunähern, wie er sagt: „Um in die Situation besser eintauchen zu können, sie durch die Hände aufzunehmen“. So entstehen hochwertige Zeichnungen und Linoldrucke in Kleinsteditionen, welche als Ausgangsmaterial einerseits eine kostbare Serie des neuen Zyklus darstellt, und andererseits gleichsam den Abschluss in den großformatigen Ölgemälden finden.

 

Den vertretenen Künstler Stefan Stichler finden Sie auf RUBRECHTCONTEMPORARY hier.

Weitere Informationen und Impressionen zu AS I BECOME INVISIBLE auch unter Facebook.


RUBRECHTCONTEMPORARY

 

Leander Rubrecht bezieht als Gründer und Direktor für KAISERandCREAM im Sommer 2013 die Kunsträume in der Büdingenstraße 4-6 in Wiesbaden. Im August 2016 übernahm der Kurator und Ausstellungsmacher Leander Rubrecht mit RUBRECHTCONTEMPORARY die Ausstellungstätigkeit von KAISERandCREAM.

 

KAISERandCREAM ist weiterhin die Plattform für den Künstleraustausch internationaler Galerien.