Mauritiusgalerie EMPTY-ROOMS zum Architektursommer 2011

2011 Empty-Rooms Mauritiusgalerie Wiesbaden - Kurator Leander Rubrecht
2011 Empty-Rooms Mauritiusgalerie Wiesbaden

EMPTY_ROOMS
Die temporäre Kunsthalle

26.08.–20.09.2011

Beleuchtung des scheinbar Unscheinbaren
Das Projekt EMPTY_ROOMS präsentiert ein künstlerisches Spannungsfeld aus Videokunst, Installation, Fotografie und Objektkunst. Junge sowie etablierte Künstler beleuchten die scheinbar triste Leere von Räumen und heben das Unscheinbare in den Fokus des Betrachters - ein Fest der Poesie und der Freude am Umbruch.

 

Teilnehmende Künstler/innen:

431ART | Videokunst / Installation
PETER BRAUNHOLZ Fotografie
OLIVER FLUCK | Fotografie
JOACHIM HILDEBRAND | Fotografie
RALF KOPP Fotografie / Videokunst
CHRISTOF MATTES | Fotografie
MARC PESCHKE | Fotografie
CHRISTINE STRASZEWSKI | Malerei / Installation
THOMAS WUNSCH | Fotografie

 

 

 

 

Ausstellungseröffnung am Freitag, 26.08.2011

19:45 Uhr
Eröffnende Worte: Projektleiter und Kurator Leander Rubrecht, Nizza des Nordens

Begrüßungslaudatio durch Dr. Helmut Müller, Oberburgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden

20:00 Uhr
Einführung in die Ausstellung durch den Darmstädter Kunstkritiker Dr. Roland Held

20:30 Uhr
Kunstperformance „ARTIST ( ah ... Tisi ta)" von Jiny Lan, Bochum in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Juan Xu - I0 e.V. und Ralf Kopp Videokunst

ab 22:00 Uhr
PREVIEW AFTER_SHOW_PARTY In Kooperation mit Kontrast Musik:
2 // Jacks (U60311, Kontrast Musik) Rafael Sotomayor (The Art Of Fusion)
Jylie (Kontrast Musik)
Plushy (Kontrast Musik)

 

Öffnungszeiten:
Täglich geöffnet bis Freitag, den 30. September 2011. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Mauritiusgalerie, Mauritiusstraße 5, 65183 Wiesbaden


Verantwortlicher Veranstalter: Leander Rubrecht


Die temporäre Kunsthalle – Empty-Rooms, Kurator: Leander Rubrecht | Foto: Marc Peschke
Die temporäre Kunsthalle – Empty-Rooms | Foto: Marc Peschke

Intention und Konzept

 

Man sagt, Wiesbaden sei das Nizza des Nordens. Doch wo ist es heute? Mal abgesehen von den herrschaftlichen Gebäuden und dem immer mal wieder einbildend daherkommenden Gehabe. Diese Frage war für mich Grund genug, es auf eine neue Art und Weise zu interpretieren und vielleicht wiederzuerwecken.

 

NIZZA DES NORDENS versteht sich als kultureller (Mit-)Gestalter Wiesbadens. Mit einem Kreativpool aus der gesamten Bandbreite aktueller Kunst und Kultur werden an den unterschiedlichsten temporär verfügbaren Orten Erlebnisräume geschaffen. Unter dem Leitthema „Kultur braucht Raum – Raum braucht Image“ fördert NIZZA DES NORDENS die Kulturschaffenden in ihrer Entwicklung und trägt somit schlichtweg zur Attraktivität eines Standortes bei. Also nicht erwecken – lieber gedenken wir einer kaiserlich glanz- und prunkvollen Vergangenheit, nutzen die uns dargebotenen vakanten Bauten und präsentieren Wiesbaden als eine kulturell pulsierende Stadt des 21. Jahrhunderts. Neben bisher kleineren Projekten, wie der „kulturzone – liebe deine stadt.“ im Jahr 2007 auf der Rue oder jüngst den „Street-Up-Stores“, beobachtete ich – ja, beschäftigte ich mich – seit Jahren mit dem Werdegang eines Wiesbadener Sorgenkindes: der Mauritiusgalerie.

 

Zuerst war eine Guerillaaktion geplant: Top-Künstler und Künstlerinnen für eine Idee begeistern. Rein in die stets offene Passage, inszenieren und fotografieren, was auf der künstlerischen Agenda stand – raus. Um dann in einem unserer angebotenen Räume feierlich das Ergebnis zu präsentieren. Mit dem Projektbeginn und den damit verbundenen Recherchen ergaben sich allerdings ganz neue, spannende Parameter. Zwischenzeitlich hatte die Stadt die Liegenschaft erworben, und aus kursierenden Gerüchten manifestierten sich Wahrheiten: Nun steht endlich der Umbruch an! Aus diesem langjährigen Leerstand in der Fußgängerzone wird NIZZA DES NORDENS im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2011 ein beeindruckendes Denkmal setzen – den Umbruch einleiten.

 

Für einen Monat wird im Offspace Mauritiusgalerie eine temporäre Kunsthalle eingerichtet. Unter dem Ausstellungstitel EMPTY_ROOMS zeigen im Kunstmarkt junge wie auch etablierte Künstler ihre Arbeiten, die sich zum Großteil direkt auf die Mauritiusgalerie und den vorgefundenen Raum beziehen.

 

EMPTY_ROOMS hat urbane Brachstellen zum Thema – Leerstellen unserer Innenstädte, ehemalige Orte des Konsums, heute Unorte, die verwaist sind und einer neuen Nutzung harren. EMPTY_ROOMS ist eine Ausstellung über urbanes Leben heute, über Veränderung, Verödung und auch über die Hinterfragung des Gewesenen. Neben der klaren Ästhetisierung des Leerstandes erschließt sich auf den zweiten Blick aus dem scheinbar Unscheinbaren auch eine genuin politische Lesart.

 

Die vertretenen Künstler 431art, Peter Braunholz, Oliver Fluck, Joachim Hildebrand, Marc Peschke, Ralf Kopp, Christof Mattes, Christine Straszewski und Thomas Wunsch zeigen ihre jeweils eigene Sicht auf leere, inszenierte Räume. Weitere, dem Architektursommer nahestehende Serien wie auch Projekte der Künstler runden die Ausstellung gezielt ab.

 

Es erwartet Sie ein künstlerisches Spannungsfeld aus Videokunst, Installation, Fotografie und Objektkunst.


Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesem Katalog und vertiefende Momente in der Ausstellung EMPTY_ROOMS.

 

Herzlichst
Leander Rubrecht
Kurator und Projektleiter, NIZZA DES NORDENS



Impressionen


  RUBRECHTCONTEMPORARY

Galerie Leander Rubrecht

 

Galerieadresse: Büdingenstrasse 4-6, 65183 Wiesbaden, Deutschland

 

Fon: +49 (0)611 1688 5570 (Mobile: +49 (0)176 816 650 31)

 

eMail: [email protected]

 

Öffnungszeiten: Mi–Fr von 14–18 Uhr.

Gerne vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin auch zu anderen Wochentagen.

RUBRECHTCONTEMPORARY. Galerie Leander Rubrecht ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG)