Pionier der kulturellen Leerstandsaktivierung

KAISERandCREAM FRANKFURT | beschaffenheit eines x - XENIA LESNIEWSKI, coco hauschel (coma) und michael wagener (gutleut 15 ausstellungsraum und gutleut
KAISERandCREAM FRANKFURT | beschaffenheit eines x - XENIA LESNIEWSKI, Projektpartner: Deka Immobilien Investment GmbH, 2009

Leander Rubrecht

– Pionier der kulturellen Leerstandsaktivierung durch zeitgenössische Kunst in der Rhein-Main-Region

 

Seit 1998 entwickelt Leander Rubrecht kuratorische Projekte mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Kunst. Früh begann er, Ausstellungen bewusst in temporär verfügbaren oder leerstehenden Immobilienflächen zu realisieren. Damit entstanden bereits ab 2002 Formate, die heute als Pop-up-Kultur und kulturelle Leerstandsaktivierung bekannt sind und zunehmend als Instrument der Stadtentwicklung und Immobilienstrategie genutzt werden.

 

Die Projekte von Leander Rubrecht zeigen früh, wie zeitgenössische Kunst temporär verfügbare Immobilienflächen aktivieren, Aufmerksamkeit erzeugen und neue Impulse für urbane Quartiere geben kann. Bereits seit den frühen 2000er Jahren entstehen so kuratorische Formate, die heute unter Begriffen wie Pop-up-Kultur, kulturelle Zwischennutzung und kreative Stadtentwicklung zu wichtigen Instrumenten der Transformation von Innenstädten geworden sind.

KOMPETENZFELDER

  • Zeitgenössische Kunst und kuratorische Konzepte
  • Pop-up-Formate und kulturelle Zwischennutzung
  • Aktivierung leerstehender Retail- und Immobilienflächen
  • Kooperationen zwischen Kunst, Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft
  • Entwicklung neuer kultureller Nutzungsmodelle für Innenstädte



CHRONOLOGIE
1998 — Gründung der Galerie Edition KunstWerk in Frankfurt am Main.
Schwerpunkt von Beginn an: zeitgenössische Kunst.


2002 — Mauritiusgalerie. Erste kuratorische Leerstandsbespielung im Einzelhandel: Mauritiusgalerie in Wiesbaden mit der Galerie KunstWerk.
 Ausstellungen u. a. mit Ortrud Sturm und Jens Lorenzen – in Kooperation mit Jones Lang LaSalle und der Eigentümerin.
 → Frühes Modell zur Präsentation zeitgenössischer Kunst in temporär verfügbaren Handelsflächen. Hier geht es zum Projekt.

 

2002 — Center am Ring. Ende des Jahres 2002 wurde im Center am Ring mit der Eigentümerin IVG-Immobilien eine ungewöhnliche Ausstellung mit dem Namen 479 QM KUNST realisiert, die einen bis dahin eher funktional geprägten Gewerbestandort in Wiesbaden-Nordenstadt temporär in einen kulturellen Erfahrungsraum verwandelte. Inmitten von Handels- und Büroflächen traf zeitgenössische Kunst auf Alltagsarchitektur und eröffnete neue Perspektiven auf Wahrnehmung, Nutzung und Atmosphäre des Ortes. Hier geht es zum Projekt.


2005 — Gründung des Projekts agentur visuelleprojekte als Schnittstelle zwischen Immobilienwirtschaft, Projektentwicklern und Kulturschaffenden – mit dem Ziel, zeitgenössische Kunst als Impuls für Stadtentwicklung und Immobilienprojekte einzusetzen. 

 

2005 — kulturelle Aktivierung der Bonifazius‑Türme, Mainz. Gemeinsam mit dem damaligen Eigentümer des Gebäudekomplexes (MoellerFeuerstein/Jones Lang LaSalle) setzte Leander Rubrecht mit der Galerie KunstWerk einen bedeutenden Impuls zur temporären Nutzung: Auf rund 500 m² der obersten Etage der Turmflächen wurde eine Ausstellung mit dem von der Galerie vertretenen Künstler Joachim Hiller realisiert. Dieses Projekt zählt zu den frühen Beispielen kultureller Nutzung in einer hochhausartigen Immobilie und zeigte, wie zeitgenössische Kunst Leerstand aktivieren und attraktive Wahrnehmung erzeugen kann – lange bevor Pop‑up‑ und Zwischennutzungskonzepte in der Immobilienwirtschaft häufig angewendet wurden. Hier geht es zum Projekt.


2007 — Gründung der Plattform KAISERandCREAM.
 Geplant als 4.000 qm großes internationales Galerienhaus für zeitgenössische Kunst im Walther-Beyer-Haus in der Elbestraße in Frankfurt am Main. Die Finanzkrise und die Lehman Brothers Insolvenz 2008 verhindern die Realisierung des Projekts.
 KAISERandCREAM entwickelt sich daraufhin zu einem mobilen Pop-up- und Ausstellungslabel für internationale zeitgenössische Kunst. Hier geht es zum Projekt.

 

2009 — PROJEKT KAISERandCREAM FRANKFURT.
 Leerstandsbespielung mit dem Zweck der kulturellen Aufwertung des Objekts für die zeitnahe Zuführung eines regulären Mieters. Hierbei war, KAISER&CREAM, Leander Rubrecht in Kooperation mit verschiedenen Galerien und der Eigentümerin Deka Immobilien (Fonds WestInvest). Hier geht es zum Projekt.


2010 und 2012 — Teilnahme von KAISERandCREAM am internationalen Lichtkunstfestival Luminale mit Projekten in vakanten Immobilienflächen: Scala West (2010, Deka Immobilien) und HAT64 (2012, GE Real Estate) in Frankfurt am Main, mit internationalen Lichtkünstlern. Hier geht es zum Projekt.


2010 — Gründung des Projekts NIZZA DES NORDENS: interdisziplinäres Pop-up-Format zwischen Design, Mode und zeitgenössischer Kunst für Wiesbaden.

 

2011 — Mauritiusgalerie. Unter dem Ausstellungstitel „EMPTY_ROOMS | Beleuchtung des scheinbar Unscheinbaren" arbeiteten die Künstler zum Großteil in der Mauritiusgalerie selbst an ihren Werken. Zu sehen war Videokunst, Installation, Fotografie und Objektkunst. Die teilnehmenden Künstler waren: 431ART, Peter Braunholz, Joachim Hildebrand, Oliver Fluck, Marc Peschke, Ralf Kopp, Christof Mattes, Christine Straszewski und Thomas Wunsch. Die Laudatio zur Eröffnung am 26. August 2011 hielt Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller — der Darmstädter Kunstkritiker Dr. Roland Held führte in die Ausstellung ein. Es erschien ein Katalog. Kuratiert von Leander Rubrecht. Immobilien-Kooperationspartner war hierbei die WVV Holding Wiesbaden und SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH. Hier geht es zum Projekt.


2012–2015 — Weitere temporäre Ausstellungs- und Pop-up-Projekte für zeitgenössische Kunst in leerstehenden Retailflächen und Immobilienentwicklungen der Rhein-Main-Region, vornehmlich in Wiesbaden und Frankfurt.


2016 — Umfirmierung der kuratorischen Plattform KAISERandCREAM zu RUBRECHTCONTEMPORARY – Galerie Leander Rubrecht in Wiesbaden – mit Fokus auf internationale zeitgenössische Kunst.


2021 — Projekt "Skyline Space of Contemporary Art" im Skyline Plaza, Frankfurt am Main:
 Schaufenster- und Leerstandsbespielung mit großformatigen Kunstplotts. In Kooperation mit Allianz, CA Immo und ECE. Hier geht es zum Projekt.

 

2022 – Urban Art Space: Kirchenreulchen, Wiesbaden. Leander Rubrecht initiierte das Projekt Urban Art Space im Kirchenreulchen, um Leerstand und ungenutzte Wandflächen in der Innenstadt durch zeitgenössische Kunst regionaler Künstler:innen aufzuwerten. Das Format schafft einen ästhetischen Kulturort, stärkt das Umfeld der Geschäfte und lädt Passanten zum Verweilen ein. Partner sind die Wirtschaftsförderung Wiesbaden und dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur der Region MainzWiesbaden e.V.. Das Projekt ist auf laufende Ausstellungen und wechselnde Kunstaktionen angelegt. Hier geht es zum Projekt.

 

2026 – Leander Rubrecht ist Partner des MUSEUM FÜR KONSUMKULTUR. Das Museum für Konsumkultur ist ein Gemeinschaftsprojekt. Initiiert wurde es von Janine Seitz, Zukunftsforscherin und Expertin für Konsumkultur. Leander Rubrecht bringt als Galerist und Pionier der kulturellen Leerstandsaktivierung rund 25 Jahre Erfahrung ein. Ksenia Pogorelova verantwortet Konzeption und digitale Strategie – von User Experience und Informationsarchitektur bis zu interaktiven Formaten und der Verarbeitung nutzergenerierter Inhalte. Der Handelsverband Hessen e.V. (über 7.200 Mitglieder) vernetzt das Projekt mit der Branche. The Future:Project begleitet die inhaltliche Forschung und Workshops zur Zukunft des Konsums. Trägerpartner ist der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur der Region Mainz/Wiesbaden e.V., der das Museum in der lokalen Kulturszene verankert. Hier geht es zum Projekt.

  RUBRECHTCONTEMPORARY

Galerie Leander Rubrecht

 

Galerieadresse: Büdingenstrasse 4-6, 65183 Wiesbaden, Deutschland

 

Fon: +49 (0)611 1688 5570 (Mobile: +49 (0)176 816 650 31)

 

eMail: [email protected]

 

Öffnungszeiten: Mi–Fr von 14–18 Uhr.

Gerne vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin auch zu anderen Wochentagen.

RUBRECHTCONTEMPORARY. Galerie Leander Rubrecht ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG)