
Marie Luise Gruhne (Malerei, Objekt- und Installationskunst)
Nach Abschluss des Studiums der Malerei bei Prof. Robert Preyer und der Freien Grafik an der FH Wiesbaden setzte die Künstlerin ihr Studium im Bereich von Kunst, Kunstgeschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz fort.
Gefördert durch ein Stipendium der Johannes Gutenberg-Universität, nahm sie nach dem Hauptstudium ein Promotionsstudium auf.
Auslandsstipendien, Studienaufenthalte in Italien, insbesondere Florenz und Rom, folgten.
Ihre Arbeit als Künstlerin begleitend, war Marie Luise Gruhne künstlerisch beratend tätig in Kölner und Frankfurter Unternehmen.
In Frankfurt geboren, lebt und arbeitet Marie Luise Gruhne heute in Wiesbaden mit dem Schwerpunkt Malerei, Objekt- und Installationskunst in ihrer künstlerischen Arbeit.
Marie Luise Gruhne erforscht in ihren Arbeiten Rückbindungen an archaische und naturgesetzliche Strukturen, die sie als „Existenzmuster“ versteht. In einer beschleunigten Zivilisation sucht sie nach einem Ausdruck, in dem Dauer, Gleichgewicht und Stabilität sichtbar werden. Ein Portal oder Tor, in dessen architektonischer Struktur sich Naturgesetzliches wie der Ausgleich von Kräften auf Basis der Schwerkraft manifestiert, wird in ihren Installationen und Wandobjekten zum paradigmatischen Zeichen für Stabilität und Balance, wie einer Ordnung an der Schnittstelle zwischen Natur und Kultur. Tore und Portale erscheinen wiederholt in rituellen und kollektiven Kontexten als Orte des Übergangs, Sammlung und Kontemplation. Gruhnes Arbeiten treten in einen dialogischen Prozess mit diesen strukturellen und zeitübergreifenden Dimensionen, machen Balance und Stabilität als Wirkmacht und existentielle Kategorie erfahrbar.
