Abb.: Sabine Dehnel, l. ANNA und r. VASE III, 2019, pigment inkjet print, 100 x 70 cm
Abb.: Sabine Dehnel, l. ANNA und r. VASE III, 2019, pigment inkjet print, 100 x 70 cm

Sabine Dehnel – LebensVasen

06.02. – 26.03.2021

 

Erster Teil des Kunstprojekts: „Human Nature – die Natur des Menschen“

 

Vernissage: Freitag, 05.02.2021 (via Video)

Einführung durch Dr. Christiane Morsbach, Vorstandsmitglied Museum Kunst der Westküste

 

 

Buchvorstellung LebensVasen:

Samstag, 06.03.2021

 

Podiumsdiskussion:

(coming soon)

 

 

 

 

 

 

 

VASEN

Eine Symbiose aus Mensch und Ornament

 

„Ich wollte eigentlich nie etwas anderes als Menschen malen.“ Diesen Satz äußerte ich kurz nach

meinem Studium der Kunst und Philosophie in Mainz und Los Angeles.

 

Eine Vase ist ein Dekorationsobjekt, ein Gefäß zum Befüllen. Der häufig bauchige und breite Körper des Gefäßes mündet vielmals in einen schmalen Hals. Auf der Außenwand werden Vasen oft mit einem Ornament versehen. Schon in der griechischen Antike waren Vasen mit Malerei zu finden. Diese Malereien bilden für uns heute einen Zugang zur Malerei jener Zeit.

 

Ich wurde in den siebziger Jahren geboren, in dem Jahrzehnt, in dem vereinfachte, geordnete und farbintensive Blumen auf Stoffen und Tapeten allgegenwärtig waren. Diese Muster und Ornamente faszinierten mich von Beginn an und so fanden sie sehr früh Eingang in meine Malerei - als eine Art Erinnerungsspeicher - Muster werden kopiert, entwurzelt, neu gemischt und konsumiert. Eine Zeitlang wurden sie als kitschig aus der visuellen Sprache der Kunst verbannt. Ich frage mich, was Muster über uns und unsere Zeit aussagen? Welche Muster finden sich z.B. in unseren Körpern? In welchen Formen verlaufen synaptische Verbindungen, die Informationen transportieren? Finden sie eine Entsprechung außerhalb des menschlichen Körpers? In den Ornamenten ihrer jeweiligen Zeit? In der Mode? In der Kunst? In der Architektur oder darüber hinaus? Warum wurden gewisse Muster, neben handwerklichen Fertigkeiten, von Generation zu Generation weitergegeben. Was geht davon in unserer jetzigen und schnelllebigen Zeit verloren?

 

Als Ausgangspunkt für die neue Serie inszenierter Fotografien dienen Vintage Badeanzüge. Beim Schwimmenlernen schreibt sich ebenfalls ein neues Muster in unseren Körper ein. Bis zu 1.500 Wiederholungen werden benötigt, damit eine Bewegung selbstverständlich, also automatisiert wird.

 

Für mich ist diese neue Serie ein Portrait im übertragenden Sinn und knüpft wie ein roter Faden

an meine Arbeit an, nämlich Bilder von Menschen zu malen!

 

Sabine Dehnel

Berlin, Oktober 2019

 

Erster Teil des Kunstprojekts: „Human Nature – die Natur des Menschen“

Das Kunstprojekt stellt die Frage nach der menschlichen Natur in den Mittelpunkt und will diese mit künstlerischen Ausdrucksformen beleuchten. In einem Ausstellungsformat mit zwei Künstlern soll mit den Möglichkeiten der bildenden Kunst den Betrachtern hierzu ein Erlebnis ermöglicht werden: Neben sinnlichen Erfahrungen können Einblicke in die menschlichen Wesenszüge Denkräume u. Gesprächsgrundlagen schaffen. Die beiden Künstler, Sabine Dehnel (1971) u. Manfred Maria Rubrecht (1945), widmen sich dem Thema in 2 aufeinanderfolgenden Ausstellungsteilen: „LebensVasen“ und „Mensch.Natur“. Dehnel inszeniert den menschlichen Körper mittels medienübergreifender Technik während Rubrecht in seinen Gemälden u. Skulpturen die Interaktion zwischen Mensch u. Natur reflektiert.

 

Zweiter Teil des Kunstprojekts: „Human Nature – die Natur des Menschen“ hier

 

 

gefördert durch:


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email: LR at rubrecht-contemporary.com, office phone: ++49 611 205 211 5

adress: Büdingenstrasse 4-6, 65183 Wiesbaden, Deutschland

 

Die Galerie RUBRECHTCONTEMPORARY ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG)