NINA STOELTING

(Malerei, Objekt, Zeichnung)

 

2013 - 2015 Dozentin Sommerakademie Schwalenberg

1994 - 1998 Promotion in Architektur/ Fachbereich Kunstgeschichte an der TH Darmstadt

1995 - 1997 European Master Program for the Arts and Media, am ICCM, Salzburg

1991 - 1993 Abschluß Architekturstudium an der TH Darmstadt

1990 - 1991 Escuela Tecnica Superior de Arquitectura Barcelona 

1985 - 1990 Studium der Architektur an der TH Darmstadt Schwerpunkt Gestaltung, Malerei und Geschichte

 

seit Januar 2020 vertreten durch die Galerie Rubrecht Contemporary in Wiesbaden

 

Das Thema Struktur zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk der 1966 geborenen Künstlerin. Nach sehr umfassender akademischer Ausbildung und Promotion setzt Nina Stoelting ihren Schwerpunkt heute in der Malerei. Natur und Geschichte, vielfach in Kombination, bilden die gedankliche Grundlage ihrer meist in großen Zyklen ausgeführten Arbeiten und bestimmen die Motivwahl. Technisch virtuos und durch das Material geprägt erfolgt die malerische Umsetzung. Ihre Werke wurden bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland sehr erfolgreich vorgestellt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

 

 

THEMENBEREICHE

 

MAKRORINDEN 

Mythos und Kulturgeschichte des Baumes bilden die Wurzeln dieses Zyklus´. Dargestellt sind stark vergrößerte Ausschnitte aus Baumrinden in ihren idealtypischen Strukturen, Baupläne der Natur, die dem natürlichen Kontext entzogen eine irritierende Eigenständigkeit und Abstraktion erzeugen. Die Makroansichten auf spezifische Details verdeutlichen in der Vergrößerung einerseits die einzigartige Ästhetik der Baumrinden, doch verweisen sie gleichfalls auf verwandte Strukturen in gänzlich anderen stofflichen Zusammenhängen. Prägung und Erfahrung des individuellen Betrachters rufen höchst unterschiedliche Assoziationen hervor. Somit spiegeln sie sowohl in den Zeichnungen als auch den Tafelbildern eine Vielschichtigkeit wider, die Fragen nach inhärenten Zusammenhängen aufwerfen. Festgehalten sind Momentaufnahme der stets sich erneuernden Natur, die sich durch Wiederholung des ihr eigenen Prinzips der Vergänglichkeit widersetzt. 

   Der Fokus der Werkgruppe Makrorinden liegt auf teils großformatigen Tafelbildern, die sich durch eine reliefähnliche Oberflächenstruktur in Verbindung mit subtiler Farbgebung auszeichnen. Ausgehend von Skizzen entwickelt sich im Arbeitsprozeß der finale Bildaufbau. Der Materialauftrag erfolgt in zahlreichen Schichten, die von sehr pastos bis lasierend ein großes Spannungsfeld erzeugen und charakteristisch für die Arbeitsweise der Künstlerin sind. 

 

UNSER TÄGLICH BROT GIB UNS HEUTE 

Entstanden sind diese Tuschezeichnungen bei einem Artist-in-Residence Aufenthalt auf Schloß Plüschow in der weiten Landschaft Mecklenburgs. Riesige Felder ohne nennenswerte Erhebungen bilden überwiegend horizontale, beschwingte Linien, denen der regelmäßige Rhythmus der sie bearbeitenden Maschinen gleichsam eingraviert ist. Intypischer Backsteingotik erbaute Kirchen erinnern daran, dass die Erschließung dieser Kornkammer auch ein Projekt der Christianisierung des nordöstlichen Europas war. Der Titel Unser täglich Brot gib uns heute, eine Zeile aus dem Vaterunser, verweist auf die übergeordnete christliche Bedeutung des Themas und umfasst gleichfalls seine Funktion als Grundnahrungsmittel.

   Sämtliche Zeichnungen sind mit Strohhalmen oder Ähren des Weizens ausgeführt. Umbra (gebrannte Erde) wurde als Tusche mit den verschiedenen Weizenelementen auf chinesisches Papier aufgetragen, präsentiert wird als Ergebnis stets die Rückseite. In dieser Weise adaptieren die Zeichnungen die klassische Hinterglasmalerei und erzeugen trotz des feinen Papiers eine enorme Tiefenwirkung mit sehr kräftigem Materialcharakter. Stoppelfelder, Ackerfurchen, Rundballen und Strohgarben werden als Motiv aufgegriffen, lassen jedoch durch die sehr reduzierte und abstrahierte Umsetzung weitreichende Assoziationen zu.

 

 

PREISE

2015 Hessischer Denkmalschutzpreis

2011 1. Preis Hofgartenplatz, Wiesbaden

2009 International workshop Medana, Slowenien

2003 Förderpreis der Naspa-Stiftung

2001 Studienfahrtenpreis Heussenstammstiftung

2000 Förderpreis der Naspa-Stiftung

1999 Arbeitsaufenthalt in Budapest, Walz-Stiftung

1996 Stipendium der Stiftung Niedersachsen

 

 

WERKE IN ÖFFENTLICHEN SAMMLUNGEN

Naspa Wiesbaden, Stammhaus

Georg Müller Stiftung, Hattenheim

Staatsweingüter Kloster Eberbach

Handwerkskammer, Wiesbaden

 

 


Works Available | verfügbare Kunstwerke:


X QUADRATMETER BERLIN

FROTTAGE

GALERIE KONTAKT

Direkt: Leander Rubrecht, cell ++49 176 816 650 31, lr@rubrecht-contemporary.com

Tel ++49 611 205 211 5, Büdingenstrasse 4-6, 65183 Wiesbaden, Deutschland

 

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